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Domaining: Die Domain als wertvolles Handelsgut

Domaining: Die Domain als wertvolles Handelsgut

Veröffentlicht am 10. Juli 2024
  6 Min. Lesezeit
•  Aktualisiert am 16. Oktober 2024

Ein Domain-Name dient als Adresse im Internet. Doch mit den digitalen Wegweisern kann auch sehr lukrativ gehandelt werden, und hier kommen die sogenannten Domainer ins Spiel! Einige Tipps, worauf du beim Domaining achten solltest.

Symbolbild für Domaining. Ein Baum wächst aus einem Münzstapel. Als "Früchte" hängen Säcke vol Geld am Baum. Rundum den Baum stehen verschiedene Domain-Endungen.

Inhalt

Wer eine Website online nehmen will, braucht nebst dem Webhosting auch eine Domain – die Adresse, unter welcher die Website gefunden werden soll. Meist registriert man einfach die Domain(s), welche man gerade für ein Projekt benötigt. Ist die Wunsch-Domain noch frei, geht das ganz einfach über einen Registrar wie hosttech. Vielleicht bist du bei deiner Domain-Suche aber auch schon auf einer Seite wie sedo.com gelandet, wo die Domain teurer angeboten wurde als der übliche Preis für die Top-Level-Domain. Und schon bist du mittendrin im Domaining.

Was genau ist Domaining?

Unter Domaining versteht man das aktive Kaufen und Verkaufen von Domains. Ziel ist es, Domains möglichst günstig zu kaufen und dann möglichst teuer wieder zu verkaufen. Beim Ankauf kommen nicht registrierte Domain-Namen, kürzlich ausgelaufene Domain-Namen, aber auch zum Verkauf angebotene Domain-Namen infrage. Tools wie ExpiredDomains.net helfen dabei, wertvolle ausgelaufene Domains zu finden.

Wertvoll ist eine Domain, wenn sie möglichst viele der folgenden Kriterien erfüllt:

  • Die Domain ist alt (schon lange registriert)
  • Die Domain ist kurz
  • Die Domain ist ein Wörterbuch-Wort (z.B. kaffee.at)
  • Die Domain hat viele Backlinks (Links, die auf die Domain verweisen)
  • Die Domain wurde mit vielen anderen Domain-Endungen (TLDs) bereits registriert (Indikator für hohe Nachfrage)

Domaining kann sowohl als Hobby, als auch hauptberuflich ausgeübt werden. Bei der Verwaltung von Domains ist es wichtig, ein gut organisiertes Konto zu haben, um den Überblick über alle registrierten Domains zu behalten.

Wie viel ist eine Domain wert?

Der Wert einer Domain wird wie bei allen Handelsgütern durch die Nachfrage bestimmt. Je beliebter eine Domain ist, desto mehr Geld kann diese bringen. Ein genauer Wert lässt sich also nicht bestimmen.

Die meisten Domains können nicht gewinnbringend verkauft werden. Die Registrierungsgebühr ist schon höher als der Preis, den Kunden für den Domain-Namen bezahlen würden. Trotzdem gab es in der Vergangenheit bereits Domain-Verkäufe zu erstaunlichen Preisen. Die Domain CarInsurance.com wurde für astronomische 49,7 Millionen US-Dollar verkauft. Der wohl prominenteste Domain-Käufer ist Tesla-Gründer Elon Musk, der 2014 die Domain Tesla.com für 11 Millionen US-Dollar und dann 2017 die Domain x.com von PayPal kaufte.

Übrigens ist auch eine Domain, die wir fast täglich verwenden, teuer gehandelt worden. Facebook kaufte 2010 die Domain fb.com für 8,5 Millionen US-Dollar.

Natürlich ist es mit viel Glück verbunden, eine Domain zu finden, die Millionen wert ist. Domains mit einem Wert von einigen hundert Dollar zu finden, ist aber durchaus möglich.

Wer neugierig ist, was seine Domains etwa wert sein könnten, kann dies durch intelligente Software wie dem EstiBot schätzen lassen. Um beim Kaffee-Beispiel von oben zu bleiben: die Domain kaffee.at hat einen geschätzten Wert von 710 US-Dollar. Das wär also schon ein durchaus interessantes Handelsgut, wenn du bedenkst, dass du .at-Domains schon für 19,90 € pro Jahr bekommst.

Screenshot der Seite EstiBot.com mit der aktuellen Marktpreis-Schätzung für die Domain kaffee.at Ein nützliches Tool fürs Domaining
Die Marktpreis-Schätzung von EstiBot für unser Domaining-Beispiel kaffee.at

Wie verkauft man eine Domain?

Wenn man einige Domains hat, passiert es immer wieder, dass man als Verkäufer Anfragen von Interessenten bekommt. Es ist auch empfehlenswert, unter den Adressen eine simple Website laufen zu lassen, die den Domain-Verkauf bewirbt. Diese passive Suche nach Käufern ist vor allem sinnvoll, wenn du die Domain nicht mehr unbedingt benötigst, aber keine Eile hast.

Willst du schneller an Geld kommen, solltest du Domain-Auktionen in Betracht ziehen. Die bekannteste und größte Plattform dafür ist sedo.com. Hier lassen sich zu verkaufende Domains listen und Auktionen starten. Auktionen haben den Vorteil, dass sich die Interessenten gegenseitig hoch bieten und so ein höherer Gewinn erzielt werden kann.

Tipp: Auch bei einem regulären Verkauf ist es empfehlenswert, eine Plattform wie Sedo zu verwenden. Die Plattform agiert als Treuhänder und stellt sicher, dass keine Partei betrogen wird.

Überzeugt? Hier einige Tipps zum Domaining!

Tipp 1: Mehrere Domains

Wer Domains zum Verkauf anbieten möchte, braucht ein gewisses Portfolio. Natürlich kann auch eine einzelne Domain zum Verkauf angeboten werden, allerdings kann es sehr lange dauern, bis der Verkauf endlich gelingt. Es empfiehlt sich deshalb, so viele wertvolle Domains wie möglich zu registrieren. Damit das den Geldbeutel nicht zu sehr belastet, solltest du Domains möglichst günstig registrieren. Wir bieten für Großabnehmer großzügige Rabatte mit unserem Domain Reselling an. Wer trotzdem erst klein starten möchte, kann natürlich weiterhin einzelne Domains mit über 800 Top-Level-Domains (TLDs) bei uns registrieren.

Tipp 2: Wörterbücher durchwälzen

Am besten findest du Domain-Namen, indem du dir ein Wörterbuch nimmst. Interessante Wörter, die dir ins Auge stechen, prüfst du dann auf Verfügbarkeit. Wenn die Domain frei ist, kannst du sie sofort registrieren.

Tipp 3: Kein Cybersquatting

Als Cybersquatting bezeichnet man das Registrieren von Marken- und Firmennamen als Domains. Es ist dringend davon abzuraten, solche Domains zu registrieren. Domains mit geschützten Namen können nämlich über den Rechtsweg zum rechtmäßigen Besitzer transferiert werden. Zudem kann man sich der Urheberrechtsverletzung schuldig machen. Das gibt nur unnötigen Ärger, keinen Gewinn und hat mit anständigem Domaining nichts zu tun.

Tipp 4: Die richtige Endung

Im Großen und Ganzen hat die Vergangenheit gezeigt, dass vor allem .com-Domains besonders teuer gehandelt werden. Das liegt daran, dass diese generische TLD die wenigsten freien Namen hat und zudem die gängigste ist. Das heißt aber nicht, dass andere Endungen nicht auch infrage kommen. Ebenfalls solltest du beachten, dass mit englischen Domain-Namen das größte Publikum angesprochen wird. Somit lassen sich mit englischen Namen auch einfacher Interessenten finden.

Tipp 5: Wert bestimmen

Es ist wichtig, dass du weißt, wie viel Geld du für eine Domain haben möchtest. Nur so kann mit Interessenten vernünftig verhandelt werden. Normalerweise setzt man den initialen Preis höher an, als den gewünschten Erlös. Da es keinen Fixpreis für Domains gibt, ist die Preisverhandlung normaler Bestandteil jedes Verkaufs. Tools wie der oben erwähnte EstiBot helfen dabei, einen fairen und realistischen Preis für eine Domain zu bestimmen. Interessenten haben oft viele Fragen zur Bewertung einer Domain, die du beantworten können solltest.

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